Zeckenimpfung: Erfolg von 99 Prozent

14. Februar 2002, 13:27
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Gefährlichkeit eines Zeckenbisses steige mit dem Alter - Durchimpfung der Bevölkerung empfohlen

Wien - Nur die Impfung schütze gegen die FSME, im Volksmund "Zeckenkrankheit" genannt. Der FSME-IMMUN-Impfstoff besitze "im Feld" eine Wirksamkeit von mehr als 99 Prozent. Daher solle nach den Wünschen der Impfstoff-ExpertInnen der Durchimpfungsgrad der österreichischen Bevölkerung gehalten, bei den älteren Menschen eher noch verbessert werden.

In Österreich gibt es in diesem Jahr von Baxter und von Chiron Behring jeweils ein FSME-Vakzin für Erwachsene und eines für Kinder mit halber Dosierung.

Jährliche Erkrankungsrate

Vergangenes Jahr wurden in Österreich insgesamt 54 FSME-Erkrankungen registriert, bei denen die Betroffenen im Spital behandelt wurden. Von den drei Todesfällen entfiel einer auf einen Patienten, der sich auch vergangenes Jahr infiziert hatte. Die beiden anderen Opfer waren 15 bzw. vier Jahre nach schwersten Erkrankungen auf Intensivstationen gelegen. Impfstoff-Experte Dr. Franz X. Heinz dazu: "Die 54 Erkrankungsfälle des vergangenen Jahres sind ein Zehntel von dem, was wir (pro Jahr, Anm.) vor der Impfung hatten. Der Großteil der Fälle stammte aus der Steiermark, dann folgten Oberösterreich, Niederösterereich und Tirol."

Gefahr steige mit zunehmendem Alter

Laut einer Umfrage unter rund 10.000 ÖsterreicherInnen haben sich bereits 86 Prozent der Menschen zumindest einmal gegen die FSME immunisieren lassen.

Vor allem die Altersverteilung der FSME-Erkrankungen macht dem Experten Sorgen: "Bis zum Alter von 20 Jahren sehen wir nur noch sehr wenige Erkrankungen. Mehr als die Hälfte der Infektionen treten bei den über 50-Jährigen auf." In den vergangenen Jahren hätte es nur eine einzige Erkrankung in der Altersgruppe zwischen sieben und 14 Jahren gegeben. (APA)

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