Nachtarbeit für Frauen

14. Februar 2002, 13:03
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ÖGB-Präsidium drängt auf geschlechtsneutrale Regelungen

Wien - Das ÖGB-Präsidium hat am Donnerstag neuerlich "raschest" eine geschlechtsneutrale Regelung der Nachtarbeit gefordert und seine Unterstützung für das Volksbegehren "Sozialstaat Österreich" bekräftigt. Nach EU-Recht ist das Frauennachtarbeitsverbot gleichheitswidrig. Österreich hat bis heute keine gesetzliche Anpassung vorgenommen. Frauen arbeiteten daher seit 1. Jänner 2002 in der Nacht ohne ausreichende Schutzbestimmungen, hieß es in einer Aussendung.

  • Als Nachtzeitraum soll die Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr festgelegt werden.
  • Als Nachtarbeitende/r gilt, wer an mindestens 20 Tagen im Kalenderjahr pro Nacht mindestens zwei Stunden arbeitet.
  • Keine Versetzung auf einen Nachtarbeitsplatz ohne Zustimmung des/der ArbeitnehmerIn.
  • Für jede Stunde Nachtarbeit ein Zeitguthaben von 10 Minuten. Das Zeitguthaben dient zur Erholung und darf nicht in Geld abgelöst werden.
  • Verpflichtende regelmäßige arbeitsmedizinische Untersuchungen.
  • Gesetzlicher Anspruch auf einen Tagesarbeitsplatz bei nachgewiesener Gesundheitsgefährdung, Betreuungspflicht für Kinder unter 12 Jahren oder Pflege eines nahen Angehörigen. (APA)
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