Sozialversicherung: Einigung im Gehaltskonflikt

14. Februar 2002, 12:10
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Vereinbarung auch für 2002: 0,9 Prozent mit Inflationsausgleich im nächsten Jahr

Wien - Der Gehaltskonflikt in der Sozialversicherung ist beigelegt. Die Verhandlungsrunde von heute, Mittwoch, Nachmittag brachte einen Abschluss: Die rund 28.000 Beschäftigten werden durchschnittlich 2,76 Prozent Gehaltserhöhung bekommen, berichtete Erich Reichelt von der Gewerkschaft der Privatangestellten. Das betrifft das Jahr 2001, weil man immer im nachhinein verhandle. Für 2002 wurden 0,9 Prozent vereinbart, mit Ausgleich auf die tatsächliche Inflationsrate ab 1. Jänner 2004.

Ausbezahlt werde die Erhöhung für 2001 ab 1. Jänner 2002 - und zwar konkret in einem Sockelbetrag von 18 Euro plus 1,95 Prozent. Das ergebe durchschnittlich 2,76 Prozent. Ab 1. Jänner 2003 würden dann für 2002 0,9 Prozent Erhöhung ausbezahlt. Für 2003 ist laut Reichelt fix vereinbart, dass ab 1. Jänner 2004 der Ausgleich auf die Teuerungsrate 2002 zusätzlich zu einem später noch auszuverhandelnden Prozentsatz für 2003 ausbezahlt wird. Es wird also, so Reichelt, "die Inflationsrate hinausgeschoben".

Reichelt bezeichnete den erreichten Abschluss als "gerechte Lösung". Die Verhandlungen seien "sehr schwierig" gewesen, "wir haben heute de facto mit einer Perspektive weit unter zwei Prozent begonnen". Die Gewerkschaft hatte ursprünglich 3,1 Prozent und einen Abschluss nur für ein Jahr verlangt. (APA)

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