Umweltverschmutzung tötet Fische in Thailands größtem Fluss

14. Februar 2002, 11:07
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Binnen fünf Jahren ein Drittel der Arten ausgestorben

Bangkok - Wegen fortschreitender Umweltverschmutzung sind innerhalb der vergangenen fünf Jahre ein Drittel der Fischarten im größten Fluss Thailands, dem Chayo Phraya, ausgestorben. Vor fünf Jahren war der 370 Kilometer lange Fluss noch Heimat von 294 verschiedenen Fisch-Arten, wie Fischereiexperte Chavalit Witthayanon der Zeitung "The Nation" vom Donnerstag sagte. 94 davon seien inzwischen verschwunden.

Das Blatt zitiert aus einer Untersuchung des Fischereiministeriums, wonach in der Provinz Ayutthaya nördlich von Bangkok gar nur noch 63 verschiedene Fisch-Arten zu finden sind. Andere heimische Tiere wie große Süßwasserkrebse, Frösche, Schnecken und Schildkröten verschwanden bereits vor Jahren aus dem trüben Wasser des Chayo Phraya.

Reisanbau und Damm haben viele Folgen zu verantworten

Ursache des Artensterbens ist der Untersuchung zufolge die chemische Belastung des Wassers durch die Industrie und den Reisanbau, Überfischung sowie rücksichtslose Fischfang-Methoden. Der Bau eines Dammes habe zudem die Wanderung zahlreicher Arten zum Laichen an der Flussmündung verhindert. (APA)

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