Umweltschützer machen gegen Einweg-DVD mobil

14. Februar 2002, 11:19
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Entweder Hollywood verzichtet auf die neueste Innovation oder man entwickelt wenigstens ein Recyclingsystem

Britische Umweltschützer machen mobil gegen die neueste Innovation aus Hollywood: die Einweg-DVD. Viele Filmgesellschaften wollen schon bald mit Einweg-DVDs, die nur eine bestimmte Zeit lang abspielbar sind, in den Markt einsteigen und so neben illegalen Raubkopien auch den Kunden die Rückgabe in der Videothek ersparen.

Kunststoff straff sich am Licht

Einweg-DVDs sind mit einem speziellen Kunststoff beschichtet, der sich strafft, sobald Licht auf die Scheibe einwirkt. Die Scheibe kann also in der Originalverpackung länger gelagert werden; sobald die DVD allerdings Sonnenlicht oder dem Laser des DVD-Players ausgesetzt ist, fängt die Zerstörung der lesbaren Oberfläche des Datenträgers an. Nach wenigen Stunden oder einigen Tagen, je nach Beschichtung, ist der Datenträger unlesbar.

"Riesige Müllberge"

Die britischen Umweltschützer erwarten ein rasantes Anwachsen der Müllberge. Die Konzerne sollen entweder auf die Einführung der Einweg-DVDs verzichten oder wenigstens ein vernünftiges Recycling-System auf die Beine stellen, so die Meinung der Umweltschützer. Laut Angaben der Entwickler der "selbstzerstörenden DVDs" ist ein Recyclingsystem durchaus denkbar. Fraglich ist nur ob die Filmkonzerne dafür zahlen wollen. (red)

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