Wofür die Österreicher ihr Geld ausgeben

14. Februar 2002, 13:11
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Ernährung an erster Stelle - Ausgaben für Glücksspiele vier Mal so hoch wie für Bücher

Wien - Österreichs Haushalte gaben im Jahr 2001 im Durchschnitt rund 28.900 Euro (397.673 S) für private Konsumzwecke aus. Der größte Teil entfiel dabei auf Essen und Trinken, dessen Anteil an den Gesamtausgaben aber zurück ging. Ein überdurchschnittliches Wachstum wiesen die Ausgaben für Verkehr, Telekommunikation, Energie und Wohnung auf. Unter dem Durchschnitt entwickelten sich die Ausgaben für Ernährung, Körper- und Gesundheitspflege sowie Bekleidung, geht aus der aktuellen RegioPlan-Studie "Verbrauchsausgaben Österreich 2001" hervor.

Für Ernährung gaben die Österreicher laut Studie mit im Schnitt 5.268 Euro am meisten aus. Das entspricht einem Anteil an den Gesamtausgaben von 18,2 Prozent oder fast einem Fünftel. Ein weiterer großer Brocken entfiel auf Verkehrs- und Kommunikationsausgaben. Ihr Anteil überstieg mit 17,4 Prozent oder 5.033 Euro die Ausgaben für Wohnen (17,1 Prozent/4.938 Euro). Große Teile der Haushaltsausgaben fielen weiters auf den Bereich Bildung/Erholung (13,3 Prozent/3.836 Euro) und Einrichtung/Hausrat (10,5 Prozent/3.042 Euro).

Wohnung und Energie mit 22 Prozent

Der Anteil der Fixkosten an den Haushaltsausgaben - nämlich Wohnung und Energie - machte dabei rund 22 Prozent aus, stand also dem Handel nicht zur Verfügung. Viel Geld ging auch in Rauch auf: 656 Euro wurden für den Bereich Tabakwaren ausgegeben.

Für den Bereich Telekommunikation, Telefon- und Onlinegebühren beliefen sich die Ausgaben auf rund 652 Euro. Bezeichnend für die Entwicklung der Ausgaben ist die Tatsache, dass die Ausgaben für Mobilnetzgebühren bereits die Hälfte der Festnetzgebühren ausmachten, so RegioConsult.

Bedeutung von "Wellness" nimmt zu

Ein weiteres Detail der Studie zeige die gestiegene Bedeutung von "Wellness": So wurde für frisches Gemüse rund vier Mal so viel ausgegeben wie für Tiefkühlgemüse. Für auswärts eingenommene Speisen gab ein Haushalt rund 1.560 Euro aus, das sind 30 Prozent der Gesamtausgaben für Ernährung und Getränke.

Für Sportwetten wurde mit rund 21 Euro etwa doppelt so viel Geld ausgegeben wie für Museums- und Ausstellungsbesuche. Generell wurden für Glücksspiele vier Mal so viel auf den Ladentisch gelegt wie für Bücher.

Interessant ist auch die Tatsache, dass sich die jährlichen Ausgaben für private Krankenversicherungen, Pensionsversicherungen und (Er-)Lebensversicherungen bereits an die Ausgaben für Urlaube annäherten. Gleichzeitig wurde für Urlaube mehr als doppelt so viel wie für Erziehung und Bildung ausgegeben. (APA)

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