Lufthansa sieht ohne Staatshaftung Flugbetrieb gefährdet

14. Februar 2002, 10:12
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Versicherungsprämien drastisch erhöht

Frankfurt - Die deustche Lufthansa hat nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" vor einer Einstellung des Flugbetriebs gewarnt, falls keine Ersatzregelung für die in sieben Wochen auslaufende Staatsgarantie für die Folgen von Terroranschlägen getroffen wird. Das Unternehmen wünsche umfassende und dauerhafte internationale Regelungen, berichtete die Zeitung in ihrer Donnerstagausgabe unter Berufung auf Ulrich Schulte-Strathaus, Leiter Konzernpolitik bei der Lufthansa. Da diese aber noch nicht in Sicht seien, biete sich zunächst eine Verlängerung der Staatsgarantie über den 31. März hinaus an.

Das aktuelle Angebot der Versicherer sei nach Einschätzung der Lufthansa unbrauchbar, weil es nicht alle Gefahren decke, hieß es weiter. Die Lufthansa habe bis zu den Anschlägen am 11. September 48 Millionen Dollar (54,8 Mill. Euro/755 Mill. S) Versicherungsprämien im Jahr gezahlt und müsse jetzt rund 220 Millionen Dollar aufwenden. (APA/Reuters)

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