Süddeutscher Verlag setzt Sparstift an

13. Februar 2002, 19:49
posten

Kosten sollen um zehn bis 15 Prozent gesenkt werden - Personalkürzungen geplant

Der Süddeutsche Verlag will auf die Krise im Anzeigengeschäft mit einem Sparprogramm und Stellenstreichungen reagieren. Geschäftsführer Dirk Refäuter sagte dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe), der Verlag wolle die Kosten um zehn bis 15 Prozent senken. Auch das Personal solle verringert werden, allerdings ohne betriebsbedingte Kündigungen. Das Unternehmen mit 5.000 Beschäftigten gehört zu den zehn größten deutschen Verlagen und bringt mit der "Süddeutschen Zeitung" die größte überregionale Tageszeitung heraus.

Deutlicher Gewinnrückgang wird erwartet

Für 2001 rechnet das Unternehmen mit einem deutlichen Gewinnrückgang. Auch der Umsatz werde trotz der Akquisitionen des vergangenen Jahres im einstelligen Prozentbereich sinken, sagte Refäuter der Zeitung. Im Jahr 2000 hatte der Verlag einen Umsatz von 870 Millionen Euro sowie eine zweistellige Umsatzrendite erzielt.

Der Regionalteil der "Süddeutschen" für Nordrhein-Westfalen, der seit Mitte Jänner erscheint, sei sehr gut angelaufen, meinte Refäuter. Es seien in drei Wochen rund 22.000 Probeabos bestellt worden. "Wir schauen uns an, ob das funktioniert, und nehmen dann möglicherweise ein weiteres Bundesland ins Visier", sagte der Manager. (APA/AP/AFP)

Share if you care.