"Ich schließe so viel, bis ich Spielräume bekomme"

13. Februar 2002, 19:10
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Berliner Finanzmisere bewegt Kultursenator zu radikalen Entscheidungen: Kulturinstitutionen werden geschlossen

Berlin - Für den Berliner Kultursenator Thomas Flierl (PDS) ist die Schließung von Kultureinrichtungen der Hauptstadt unumgänglich. Es liege zwar noch keine detaillierte Liste vor. Er werde aber ein "schlüssiges Szenario" vorlegen, das Ressourcen bündelt, sagte Flierl der "Frankfurter Rundschau". Vor dem Hintergrund der Berliner Finanzmisere könnten nicht alle Institutionen gleichermaßen handlungsunfähig sein.

"Kulturschande"?

Kulturpolitische Gestaltungsmöglichkeiten könnten nur durch Schließungen geschaffen werden. "Ich schließe so viel, bis ich Spielräume bekomme", sagte Flierl. Die Vorstellung, dass dies grundsätzlich eine "Kulturschande" sei, gehe davon aus, dass alles gleichermaßen existieren kann und soll. Es könne aber auch eine kulturelle Leistung sein, sich von etwas zu verabschieden, das nicht mehr zeitgemäß ist, begründete der Kultursenator seine Entscheidung. (APA/dpa)

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