Irak will keine UNO-Waffeninspektoren ins Land lassen

13. Februar 2002, 18:33
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Vize-Präsident Ramadan: "Es gibt keine Notwendigkeit für die Rückkehr der Spione"

Bagdad - Der Irak hat sich erneut gegen die Rückkehr der Waffeninspektoren der Vereinten Nationen ausgesprochen. Sein Land sei gegen die Stationierung von Massenvernichtungswaffen und verfüge nicht über derartige Waffen, erklärte der irakische Vize-Präsident Taha Jassin Ramadan am Mittwoch. "Es gibt keine Notwendigkeit für die Rückkehr der Spione", sagte Ramadan laut der irakischen Nachrichtenagentur INA.

UNO-Generalsekretär Kofi Annan hatte die Rückkehr der Waffeninspektoren kürzlich als "nicht verhandelbare" Bedingung für eine Wiederaufnahme des Dialogs mit Bagdad bezeichnet. Die irakische Waffenproduktion wird seit Mitte Dezember 1998 nicht mehr von der UNO überprüft. Die Inspektoren hatten das Land verlassen, nachdem der Irak die Zusammenarbeit bei der Kontrolle mutmaßlicher Waffendepots verweigert hatte.

US-Außenminister Colin Powell hatte am Dienstag gesagt, der Irak sei das "Land mit dem größten Unsicherheitsfaktor". Washington erwäge zur Zeit die "Möglichkeiten eines Regimewechsels" in Bagdad. Es gebe jedoch keine konkreten Angriffspläne gegen den Irak.(APA)

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