Wirtschaft begrüßt Bemühungen um Österreich-Lösung

13. Februar 2002, 16:47
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Mitterlehner: Kluge strategische Allianzen mit ausländischen Unternehmen nicht ausgeschlossen

Wien - Eine Neustrukturierung der heimischen Energieversorger in einem liberalisierten Markt, hin zu größeren Wirtschaftseinheiten, die miteinander im Wettbewerb stehen, wird von der Wirtschaftskammer begrüßt. Eine enge Kooperation der heimischen Stromanbieter sei durchaus vorstellbar, solange diese nicht dazu führt, dass der Wettbewerb am österreichischen Strommarkt zu Ungunsten der Kunden eingeschränkt werde, so Reinhold Mitterlehner, stellvertretender Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), am Mittwoch in einer Pressemitteilung.

"Ausgestaltung obliegt Unternehmen"

Im Bereich Wasserkraft sollten die Synergien primär in Österreich bzw. unter der industriellen Führerschaft österreichischer Energieversorger organisiert werden. Eine Österreich-Lösung bedeute aber nicht, dass kluge strategische Allianzen mit ausländischen Unternehmen ausgeschlossen seien, so Mitterlehener. Eine Ausgestaltung der Zusammenarbeit obliege aber den Unternehmen und nicht der Politik. Die Unternehmen müssten in einem freien Strommarkt den Handlungsspielraum erhalten, den sie brauchten, um nachhaltig am europäischen Energiemarkt zu bestehen zu können.

Der freiheitliche Wirtschafts- und Industriesprecher Thomas Prinzhorn beurteilt den Vorstoß zu einer österreichischen Stromlösung positiv. "Ich nehme den Herrn Wirtschaftsminister hier allerdings beim Wort, wenn er sagt, dass die Tür zur deutschen E.ON damit nicht zugeschlagen wird", so Prinzhorn in einer Pressemitteilung. (APA)

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