Weniger Getränke und weniger Personal

13. Februar 2002, 16:04
posten

Lufthansa plant neuen Bord-Service

Frankfurt - Die angekündigten Sparmaßnahmen beim Bord-Service der Lufthansa haben Unmut bei der Gewerkschaft ausgelöst. Ein Sprecher der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di kündigte am Mittwoch an, dass man weder Kündigungen noch Mehrbelastungen der Mitarbeiter akzeptieren werde. Eine Sprecherin der Fluggesellschaft betonte, dass beide Befürchtungen unbegründet seien.

Weniger Getränke im Angebot

Die am Vortag bekannt gewordenen Reformpläne für den Kabinenservice sehen vor, dass auf Langstreckenflügen künftig ein Flugbegleiter eingespart wird. Dazu sollen die bisher getrennt stattfindende Essen- und Getränkebedienung zusammengefasst werden. Die Lufthansa-Sprecherin bestätigte einen Bericht des "Handelsblatts", dass dazu ein neuer "Kombi-Trolley" getestet werden solle. Sie räumte ein, dass sich dadurch das Getränkeangebot verringern könne. In den nächsten Monaten solle der Test auf einigen Strecken beginnen.

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di wollte die Pläne zunächst prüfen. Ein Sprecher verwies jedoch auf das im Dezember vereinbarte Abkommen, wonach es bis Ende 2002 keine betriebsbedingte Kündigungen geben dürfe. Er kündigte an, dass etwaige Verschlechterungen in der Belastung des Bordpersonals nicht hingenommen würden.

Keine Mehrbelastung für Personal angestrebt

Die Lufthansa-Sprecherin sagte, dass die freiwerdenden Flugbegleiter auf anderen Strecken eingesetzt werden sollten. Nach Abschluss der Testphase werde geprüft, wo dies im Rahmen der Fluktuation möglich sei. Bestehende Arbeitsplätze in den Kabinen seien jedoch keinesfalls gefährdet. Die Sprecherin betonte, dass die als Teil des umfassenden Konzepts "D-Check" geplanten Maßnahmen noch nicht einmal beschlossen seien. Mehrbelastungen für das Personal werde es nicht geben. Vielmehr gehe es auch um eine Verbesserung des Services für die Passagiere. (APA/AP)

Share if you care.