Megarachne, die 50-Zentimeter-Spinne

16. Februar 2002, 16:06
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Naturhistorisches Museum Wien glänzt mit neuer Ausstellung - heute wären die Riesen des Karbon nicht mehr lebensfähig

Wien - Wer an Spinnenangst leidet, sollte in Zukunft die Schausäle der Geologisch-Paläontologischen Abteilung des Naturhistorischen Museums Wien (NMW) meiden. Als erstes Museum der Welt zeigt das Haus am Ring nämlich das lebensgroße Modell der Urspinne Megarachne servinei - und das prähistorische Tier hatte einen Durchmesser von 50 Zentimetern.

Das von dem britischen Künstler Russell Batten unter fachkundiger Anleitung von Wissenschaftern des NMW kreierte Spinnen-Monstrum ist neben einem Abguss des Original-Fossils zu sehen. Das Tier lebte im Karbon, vor 320 Millionen Jahren, in den tropischen Sumpfwäldern Argentiniens. Megarachne war nicht nicht der einzige Gigant aus dem Reich der Gliedertiere dieser Zeit. So tummelten sich in den Wäldern auch Riesenlibellen mit 70 Zentimetern Durchmesser und zwei Meter lange Tausendfüßer.

Laut Auskunft der Wissenschafter könnte die Riesenspinne auf Grund des niedrigeren Sauerstoffgehalts in der Atmosphäre heute gar nicht mehr existieren. Die meisten Insekten und Spinnentiere besitzen nämlich keine Lungen, sondern ein kompliziertes Röhrensystem zur Sauerstoff-Aufnahme, und die Kapazitäten dieses Systems sind begrenzt. (APA)

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