Argentinien braucht 22 bis 23 Milliarden Dollar

13. Februar 2002, 14:50
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Regierung verhandelt mit internationalen Kreditgebern

Buenos Aires - Argentinien benötigt nach Worten des stellvertretenden Wirtschaftsministers Jorge Todesca Finanzhilfen von 22 bis 23 Mrd. Dollar (bis zu 26,3 Mrd. Euro/362 Mrd. S), um die Wirtschaft aus der seit vier Jahren dauernden Rezession zu befreien.

In einem Interview mit einem lokalen Radiosender in Buenos Aires sagte Todesca am Dienstag, die gegenwärtigen Gespräche mit den internationalen Kreditgebern würden voraussichtlich 30 bis 45 Tage dauern. Doch derzeit werde noch nicht über eine konkrete Summe verhandelt. Diese Woche hatte die argentinische Regierung in Washington Gespräche mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über eine Freigabe der im Dezember eingefrorenen Kredite für das krisengeschüttelte Land aufgenommen.

Nach Einschätzung von Analysten kann Argentinien nur mit einer kräftigen weiteren Finanzspritze des IWF vor einem Kollaps bewahrt werden. Der Fonds hatte im Dezember die Auszahlung zugesagter Kredite über 22 Mrd. Dollar auf Eis gelegt und weitere Sparanstrengungen der Regierung gefordert. (APA/Reuters)

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