Bush will Nordkorea Gespräche ohne Vorbedingungen anbieten

13. Februar 2002, 14:12
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Pjöngjang warnt vor wachsenden Spannungen

Washington/Seoul - US-Präsident George W. Bush will Nordkorea während seiner bevorstehenden Asien-Reise Gespräche ohne Vorbedingungen anbieten, wie Außenminister Colin Powell am Dienstag (Ortszeit) vor einem Senatsausschuss in Washington sagte. "Wir hoffen, dass sie darauf eingehen", sagte Powell. Bush werde auch seine Hoffnung zum Ausdruck bringen, dass die Menschen in Nordkorea eines Tages den selben Lebensstandard genießen könnten wie in Südkorea.

In einer Rede im vergangenen Monat hatte Bush Nordkorea als Teil der "Achse des Bösen" mit dem Iran und dem Irak bezeichnet. Powell erklärte, Bush habe derzeit nicht vor, gegen irgendein Land Krieg zu führen. Bushs Rede zur Lage der Nation war aber vielfach mit Besorgnis aufgenommen worden. Auch US-Senator Robert Byrd riet Bush, seine Worte doch mit Bedacht zu wählen.

Powell sagte, die USA würde sich auch weiter zur Regierung in Pjöngjang äußern und deutlich machen, dass sie der Ansicht seien, dass deren Politik nicht zum Wohl des Volkes sei. Nach Ansicht Nordkoreas verstärkt die geplante Reise Bushs die Gefahr eines Krieges auf der geteilten Halbinsel. "In der Reihe der US-Herrscher ist Bush der kriegerischste und grässlichste Präsident, der verzweifelt die Konfrontation mit der Koreanischen Demokratischen Volksrepublik sucht", hieß es am Mittwoch in einem Kommentar der staatlichen Zeitung "Minju Choson". Bush will Südkorea während einer Asien-Reise von Dienstag bis Donnerstag besuchen.(APA/AP)

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