Verkalkuliert: Drei Viertel unter den Erwartungen

13. Februar 2002, 18:49
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Wenig Geld aus neuer Mitversicherung

Wien - Die Einschränkung der beitragsfreien Mitversicherung für Ehepartner und Lebensgefährten hat im Vorjahr nur rund ein Viertel der von der Regierung erwarteten Einnahmen gebracht. Nach dem vorläufigen Ergebnis kamen laut Hauptverband der Sozialversicherungsträger im Jahr 2001 österreichweit 15,3 Millionen Euro (211 Mio. S) herein. Die Regierung hatte 61,8 Millionen Euro veranschlagt.

Herausgefallen sind aus der beitragsfreien Mitversicherung 19.352 Personen. Sie können sich aber "begünstigt mitversichern" und zahlen Beiträge in der Höhe von 3,4 Prozent des Bruttoeinkommens des Versicherten. Rund 600.000 Ehepartner und Lebensgefährten sind nach wie vor beitragsfrei mitversichert.

Als Grund für die geringen Einnahmen liegt nach Angaben des Obmannes der Wiener Gebietskrankenkasse, Franz Bittner, nicht in einer Säumigkeit der Versicherten, sondern in einer von vornherein falschen Berechnung.

SPÖ, Grüne und ÖGB-Frauen fordern die Rücknahme dieser Maßnahme. (nim/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 14.2.2002)

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