Powell bestreitet Pläne für US-Militäroffensive gegen "neues Land"

12. Februar 2002, 19:19
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US-Außenminister: Irak "Quelle der größten Besorgnis"

Washington - Die USA betreiben nach den Worten von Außenminister Colin Powell derzeit keine Vorbereitungen für eine militärische Offensive gegen "ein anderes Land". US-Präsident George W. Bush habe derzeit "keine Pläne auf seinem Schreibtisch, um einen Krieg gegen ein anderes Land zu beginnen", sagte Powell am Dienstag dem Haushaltsausschuss des Kongresses in Washington. Er fügte allerdings hinzu, dass der Irak "die Quelle der größten Besorgnis" sei. Seine Regierung prüfe die "Optionen", wie eine Entmachung des irakischen Präsidenten Saddam Hussein erreicht werden könne.

Die Zeitung "USA Today" hatte am Dienstag berichtet, Präsident George W. Bush bereite eine militärische Aktion gegen den Irak vor und bemühe sich dafür um Unterstützung von Ländern im Nahen Osten. US-Vizepräsident Dick Cheney will im März zehn Länder in der Region besuchen. Die militärischen Optionen reichten von einer begrenzten Unterstützung von aufständischen Gruppen bis hin zu einer massiven US-Offensive ähnlich der während des Golfkriegs 1991, schrieb die Zeitung.

Bush hatte Spekulationen um eine Ausweitung des Anti-Terror-Krieges über Afghanistan hinaus mit seiner Rede zur Lage der Nation Ende Jänner geschürt. Darin prangerte er den Irak, den Iran und Nordkorea als "Achse des Bösen" an. (APA)

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