Aufenthaltsrecht für Opfer von Menschenhändlern?

12. Februar 2002, 18:33
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Brüssel will begrenzte Aufnahme von Einwanderern ermöglichen

Brüssel - Die EU-Kommission will Opfern professioneller Menschenhändler und Schlepper begrenzte Aufenthaltsrechte gewähren. Voraussetzung ist die Zusammenarbeit mit den Behörden. Einen entsprechenden Vorschlag hat die Kommission am Dienstag den EU-Regierungen vorgelegt, die darüber entscheiden müssen.

Demnach sollen illegale Einwanderer zunächst 30 Tage in dem Staat bleiben dürfen, in dem sie entdeckt wurden. In dieser Zeit müssen sie sich entscheiden, ob sie mit den Behörden bei der Verfolgung der Menschenhändler und Schlepper zusammenarbeiten. Entschließen sie sich dafür, könnten sie nach dem Vorschlag der EU-Kommission ein Aufenthaltsrecht für sechs Monate erhalten, das auch verlängert werden kann. In dieser Zeit sollten sie Zugang zum Arbeitsmarkt, zu Bildungseinrichtungen und medizinischen Leistungen haben.

Ziel des Vorschlags ist es nach Angaben der Kommission, illegal eingewanderte Menschen, die häufig Opfer krimineller Machenschaften sind, zur Zusammenarbeit mit den Behörden zu bewegen. Oft fürchteten sie eine solche Kooperation, weil sie selbst gegen Gesetze verstoßen hätten. In einigen EU-Staaten gibt es bereits entsprechende Bestimmungen.(APA/dpa)

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