LKW-Maut: IBM hofft auf Folgeauftrag als Lieferant

12. Februar 2002, 16:29
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Mikrowellen- und GSM/GPS-Mautsystem mit IBM-Technik denkbar

Wien - Bei IBM hofft man nach dem Rückzug aus der Ausschreibung für Errichtung und Betrieb eines Lkw-Mautsystems in Österreich nun auf einen Folgeauftrag des siegreichen Bewerbers. IBM Österreich habe in den vergangenen eineinhalb Jahren, über die sich die Vergabe des vollelektronischen Mautsystems erstrecke, eine Menge Know-How aufgebaut. "Nach unseren Rückzug als Bieter könnten wir durchaus noch einmal ins Spiel kommen", hieß es aus der Pressestelle von IBM Österreich am Dienstag zur APA.

Als Grund für den Rückzug als Bewerber nennt IBM den vorgesehenen Haftungsrahmen. Den Haftungsrahmen als solchen stelle man zwar nicht in Frage. Im Wesentlichen hätten die Haftungsbestimmungen aber die "Maut-Ebene" betroffen. Die Kernkompetenz von IBM innerhalb des Konsortiums, in dem sich der Konzern beworben hatte, sei jedoch die IT-Seite gewesen. IBM hätte damit als Betreiber für Dinge gehaftet, die sie "selbst nicht beeinflussen hätten können", heißt es aus der Pressestelle.

Als Lieferant zum Zug kommen könnte IBM nun sowohl bei einem mikrowellenbasierenden Mautsystem, als auch beim Einsatz der GSM/GPS-Technik. IBM habe sich im vergangenen Jahr auf beide Systeme vorbereitet. Letztendlich sei die Frage des Systems für IBM "nur eine Schnittstellenproblematik". (APA)

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