Freund oder Feind?

12. Februar 2002, 16:12
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Der irische Fußball-Internationale Matt Holland hat es bei der Suche nach Mitspielern nicht leicht: er ist farbenblind

Ipswich/Dublin - Der irische Fußball-Nationalspieler Matt Holland hat eine gute Ausrede für Fehlpässe: Er ist farbenblind. Dies führte sogar dazu, dass bei seinem Klub Ipswich im Training keine roten und grünen Leibchen mehr verwendet werden, da der Mittelfeldspieler Schwierigkeiten hat, die Spieler zu unterscheiden. "Es ist schwierig festzustellen, wem man zuspielt", zitierte am Dienstag "The Sun" Holland.

Im Training habe er Probleme gehabt, rote und grüne Leibchen zu unterscheiden, besonders wenn sie nass und dadurch dunkler würden. "Die unterschiedlichen Schattierungen sind das Problem." Im Hinblick auf die WM in Südkorea und Japan drohen somit gröbere Verwicklungen: Irlands Gruppengegner Deutschland spielt gelegentlich in grünen Dressen, Kamerun läuft traditionell in grün und rot auf und auch Saudiarabien besitzt grüne Trikots.

"Es wäre eine gute Entschuldigung, falls wir verlieren sollten", sagte Holland mit Blick auf seine Sehschwäche und die WM. Übrigens: Ipswich verlor am Wochenende 0:6 gegen Liverpool, zwei Tage nach dem Heimdebakel gegen die "Reds" kam das Bekenntnis von Holland. (APA/Reuters)

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