Serbische Regierung will Garantien für zwei Angeklagte abgeben

12. Februar 2002, 15:54
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Ehemalige Milosevic-Mitarbeiter sollen auf freiem Fuß Prozessbeginn abwarten

Belgrad - Der serbische Justizminister Vladan Batic hat am Dienstag erklärt, dass die serbische Regierung bereit sei, dem UNO-Kriegsverbrechertribunal Sicherheitsgarantien für zwei frühere enge Mitarbeiter des Ex-Präsidenten Slobodan Milosevic zu erteilen. Damit solle ihnen ermöglicht werden, ihren Prozessbeginn auf freiem Fuß abwarten zu können. Laut Belgrader Medienberichten meinte Batic damit den ehemaligen jugoslawischen Vizeministerpräsidenten Nikola Sainovic und den früheren serbischen Innenminister Vlajko Stojilkovic.

Sainovic und Stojilkovic waren zusammen mit Milosevic wegen Kriegsverbrechen im Kosovo angeklagt worden. Ein weiterer Angeklagter, der serbische Präsident Milan Milutinovic, ist noch immer im Amt. Zudem steht Ex-Generalstabchef Dragoljub Ojdanic, der ebenfalls angeklagt ist, unter Schutz des Militärs.

Wie der Belgrader Sender "B-92" unter Berufung auf Kreise der Sozialistischen Partei Serbiens berichtete, überlege Sainovic seit einigen Tagen, sich dem UNO-Tribunal freiwillig zu stellen. Ein Anwalt des sozialistischen Spitzenpolitikers hat den Radiobericht allerdings als unzutreffend zurückgewiesen.(APA)

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