"Mauthausen Survivors Documentation Project" sucht ZeitzeugInnen

13. Februar 2002, 15:32
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Im Auftrag des österreichischen Bundesministeriums für Inneres führt die Arbeitsgemeinschaft Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (Wien) & Institut für Konfliktforschung (Wien) unter der wissenschaftlichen Leitung des Zeithistorikers Univ.-Prof. Dr. Gerhard Botz das ZeitzeugInnenprojekt Mauthausen (Mauthausen Survivors Documentation Project - MSDP) durch.

Unter der Koordination von Mag. Helga Amesberger und Mag. Brigitte Halbmayr vom Institut für Konfliktforschung werden weltweit biographische Interviews mit Überlebenden des KZ Mauthausen und seiner Nebenlager geführt. Dabei liegt das Interesse auf der gesamten Lebensgeschichte der Personen.

Trotz der äußerst prägenden Erfahrungen wollen die Projektleiter die Überlebenden nicht auf ihre Verfolgungsgeschichte beschränken, sondern ihre Geschichte einbetten in die Zeit vor und nach der Verfolgung. Im Rahmen dieses Projektes sollen rund 800 Lebensgeschichten von Überlebenden der verschiedensten Verfolgtengruppen gesammelt werden. Die Arbeitsgemeinschaft ist darum weltweit auf der Suche nach Männern und Frauen, die das KZ Mauthausen und/oder seine Nebenlager überlebt haben. Es ist v.a. das Anliegen des ZeitzeugInnenprojektes Mauthausen, Berichte von Überlebenden zu erhalten, deren Verfolgungserlebnissen von der Gesellschaft bisher kein oder zu geringes Interesse geschenkt wurde. (red)

Personen, die als Überlebende des KZ Mauthausen, ihre Lebensgeschichten erzählen wollen, können sich an die folgende Adresse wenden:

Institut für Konfliktforschung, Lisztstr. 3, A-1030 Wien;
Tel: ++43-1-713 16 40,
Fax: ++43-1-713 99 30,
e-mail: msdp@ikf.ac.at,
homepage: www.ikf.ac.at
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