USA begrüßen Einlenken von Arafat

12. Februar 2002, 21:36
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Stellungnahme zu Waffenschiff-Affäre als positiv bezeichnet - Kritik an jüngsten israelischen Luftangriffen

Washington/Beirut/Jerusalem - Die USA haben eine Stellungnahme von Palästinenser-Präsident Yassir Arafat zu der so genannten Waffenschiff-Affäre erhalten und als positiv bezeichnet. Nach Angaben des US-Außenamtes soll Arafat in dem Brief ein Ende des Waffenschmuggels und den Abbruch der Beziehungen zum Iran zugesagt haben. Der Sprecher des Außenministeriums, Richard Boucher, sagte, der Brief sei ein positives Signal. Arafat müsse den Ankündigungen aber Taten folgen lassen. Die "Karine-A" war am 3. Jänner im Roten Meer mit 50 Tonnen Waffen iranischer Provenienz an Bord von der israelischen Marine aufgebracht worden.

Zugleich hat das US-Außenministerium die jüngsten Angriffe Israels auf palästinensische Einrichtungen als "kontraproduktiv" kritisiert. "Wir haben Verständnis dafür, dass Israel sich verteidigen muss, aber wir sind äußerst beunruhigt über die israelischen Angriffe, besonders in Gebieten mit hoher Wohnbevölkerung", so Boucher.

Die palästinensischen "Brigaden der Al-Aksa-Märtyrer" haben indes ihre Auflösung bekannt gegeben. Die Fatah-Bewegung Arafats habe einen entsprechenden Geheimbeschluss gefasst, erklärte die bewaffnete Organisation in Gaza. Führende Fatah-Mitglieder im Westjordanlands sagten hingegen, es gebe zwar Überlegungen zur Auflösung, doch noch keine Entscheidung. (AFP, dpa/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 13.2.2002)

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