"UMTS wird unser Leben verändern"

12. Februar 2002, 17:18
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Experten auf exponet setzen weiterhin auf E-Biz - und auf dritte Mobilfunkgeneration

Wien - Die Konsolidierung in der IT-Branche geht nach dem sehr schwierigen Jahr 2001 auch heuer weiter, sagten IT-Experten am Dienstag bei einer Podiumsdiskussion am Rande der am Dienstag eröffneten IT-Fachmese exponet in Wien. Nach der "Jahr-2000-Hysterie", dem Platzen der Dotcom-Blase und den Ereignissen vom 11. September dürfte nun aber die Trendwende erreicht sein, meinen die Experten.

"Zuerst war man bei der Jahr-2000-Umstellung stolz horrende Summen investiert zu haben, um ein paar Software-Fehler zu finden, dann begann die New Economy-Blase zu platzen", sagte Sigurd Harand, IT-Leiter der Mobilkom Austria. Man habe die Unternehmen "in eine Hysterie gehetzt", worauf die Ernüchterung folgte. Dennoch sei E-Business "das Geschäftsfeld der Zukunft", was sich aber erst im Bewusstsein der Kunden durchsetzen müsse. "Das Internet ist unter- nicht überbewertet", glaubt auch Donatus Schmid, Geschäftsführer von Sun Microsystems Austria. Die Anzahl der Endgeräte und Services wachse dramatisch.

"UMTS wird unser Leben verändern"

"Neue Geräte sind auch für UMTS nötig, die Benutzerfreundlichkeit muss deutlich zunehmen", ergänzte Franz Grohs, Geschäftsführer von T-Systems, einer Konzernschwester von max.mobil. UMTS sei nur ein Synonym für Bandbreite: "Es wird unser Leben dahingehend verändern, überall online zu sein", so Grohs. UMTS habe aber noch einen langen Weg vor sich, warf Harand ein: "Es wird nicht dieses, wahrscheinlich auch nicht nächstes oder übernächstes Jahr passieren, wenn man sich die Entwicklung bei GPRS anschaut."

"Wir reden immer von technologischen Revolutionen, ich glaube aber nicht daran", widersprach Peter Záboji, CEO von Tenovis. Schließlich sei SMS (Short Message Service) bereits 1994 entwickelt worden, "die Umsatzticker zum Laufen gebracht" habe es aber erst vergangenes Jahr. "Technologie ja, aber mit Augenmaß", müsse nun das Motto lauten.

UMTS nicht durch WLAN gefährdet

Dabei scheint das Match zwischen der dritten Mobilfunkgeneration UMTS und drahtlosen lokalen Netzwerken (WLAN) zu Ende zu sein, bevor es noch richtig begonnen hat. Experten waren sich am Dienstag auf der IT-Fachmesse exponet in Wien einig, dass sich beide Zugangstechnologien auf dem Markt etablieren werden können.

"Wir glauben an ein friedliches Nebeneinander", sagte Armin Sumesgutner von der Telekom Austria. Für WLAN spreche die hohe Geschwindigkeit von bis zu elf Megabit pro Sekunde, die auch breitbandige Anwendungen erlaube. UMTS werde hingegen flächendeckender nutzbar sein. (APA)

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