KPNQwest steigert Nettoverluste in 2001 auf 266 Mill. Euro

12. Februar 2002, 13:48
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Abschreibungen auf das Glasfasernetz und erhöhte Zinszahlungen

Der Datenkommunikationsanbieter KPNQwest NV hat seine Nettoverluste im vergangenen Geschäftsjahr nahezu verdoppelt. KPNQwest teilte am Dienstag in Amsterdam mit, der Nettoverlust habe sich auf 266 Mill. Euro (3,66 Mrd. S) oder 0,59 Euro je Aktie nach minus 138,6 Mill. Euro oder 0,31 Euro je Aktie im Vorjahr erhöht.

Abschreibungen auf das Glasfasernetz und erhöhte Zinszahlungen

Als Grund nannte das Unternehmen unter anderem Abschreibungen auf das Glasfasernetz und erhöhte Zinszahlungen. Nach der Bekanntgabe der Geschäftszahlen fielen die KPNQWest-Aktien an der Amsterdamer Börse um rund vier Prozent auf 5,50 Euro. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Nettoverlust von 191 Mill. Euro gerechnet.

Mit einem Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) in Höhe von 13,7 Mill. Euro übertraf KPNQwest im abgelaufenen Jahr jedoch die Erwartungen von Analysten, die im Schnitt mit einem Ebitda von 8,5 Mill. Euro gerechnet hatten. Im Vorjahr war noch ein Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen in Höhe von 122,5 Mill. Euro angefallen.

Hoffnung

Die Verbesserung sei unter anderem ein Ergebnis von Kostensenkungsmaßnahmen, teilte KPNQwest mit. In diesem Jahr werde ein Ebitda am unteren Ende der bisherigen Prognosen von mindestens 175 Mill. Euro angestrebt, hieß es weiter. Der Kapitalfluss soll nach Firmenangaben erstmals in der zweiten Jahreshälfte 2003 positiv ausfallen.

Die Umsätze im Jahr 2001 bezifferte das Unternehmen, das mehrheitlich der niederländischen KPN Telecom und dem US-Unternehmen Qwest Communications gehört, auf 810,1 Mill. Euro, rund 76 Prozent mehr als im Vorjahr. (APA)

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