Ärger um Martina Ertl

12. Februar 2002, 12:17
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Die Kombinations-Weltmeisterin machte dem Unmut über ihre Nichtberücksichtigung in der Abfahrt Luft, dies goutierten die Trainer keineswegs

Salt Lake City - "Gelbe Karte" für Martina Ertl: Mit einer kräftigen Standpauke haben die deutschen Skifunktionäre auf die barsche Trainer-Kritik der Kombinations-Weltmeisterin reagiert und die Lenggrieserin in die Schranken gewiesen. "Ich habe ihr klar gesagt, was geht und was nicht", sagte DSV-Teamchef Walter Vogel nach einer Krisensitzung am Montag. Auch Cheftrainer Wolfgang Maier war sehr erbost: "Es gibt gewisse Spielregeln, an die man sich halten muss. Es kann nicht alles nach einer Person gehen."

Die "Grande Dame" des deutschen Skisports ist verärgert, dass sie für die Spezial-Abfahrt trotz guter Trainingsergebnisse nicht berücksichtigt wurde. "Es stinkt mir gewaltig, dass nicht einmal darüber gesprochen wurde. Das finde ich absolut unfair, und da bin ich schon ein wenig sauer auf meine Trainer", beschwerte sich der während der ganzen Saison in einem Formtief steckende Star.

"Das Gerede ist Kinderkram. Sie hat vier Rennen vor sich, da sollte sie keine Energie verschwenden", sagte Maier. In der Kombination (Donnerstag), dem Super-G, Slalom und Riesenslalom gibt es über ihren Start keine Diskussionen. "Ich wollte sie nicht verheizen", erklärte Maier zur Nichtberücksichtigung Ertls, deren bestes und einziges Abfahrts-Resultat in diesem Winter Platz 29 in Saalbach-Hinterglemm war.(APA/dpa)

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    Martina Ertl wollte sich mit der Zuseherrolle in der Abfahrt nicht zufrieden geben

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