Japanisch-Trainer auf CD-ROM

12. Februar 2002, 10:34
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"Tell me More" schult Aussprache und Hörverstehen - Spracherkennungsprogramm analysiert Laut für Laut

"Ich habe Sie nicht verstanden!" Das vernichtende Urteil des Computers braucht nicht zu entmutigen. Es gibt noch zahllose Chancen. Immer wieder spricht der Rechner vor, wartet auf die Antwort, lässt Raum zum Üben und Verbessern. "Tell me More Japanisch", entwickelt vom Cornelsen-Verlag und Auralog, ist nach Angaben der Anbieter der erste elektronische Japanisch-Trainer, der auf Spracherkennung gestützt ist. Der Sprachkurs auf CD-ROM bietet in Anfänger- und Fortgeschritteneneinheiten Übungen zu Wortschatz, Aussprache, Hörverstehen und Lesen an.

Lektionen

In Lektionen angelegte Dialog-Übungen helfen bei der Suche nach dem richtigen Ausdruck, Zuordnungs- und Ergänzungsaufgaben schulen das Vokabular. Über "Pattern Drill" aber wird am stärksten die Aussprache gefördert. Ob Wörter und Sätze: Die Äußerungen des Lernenden, die er in das im beiliegenden Kopfhörer integrierte Mikrofon spricht, werden Laut für Laut analysiert und mit der Musteraussprache verglichen. Die angezeigten Lautfrequenzen und Intonationskurven machen deutlich, an welcher Stelle der Fehler liegt; ein Punktesystem bewertet zusätzlich die Qualität der Aussprache.

Umwege

Allerdings wird hier auch der Schwachpunkt des Programms ersichtlich: Wie genau die Wörter und Sätze aufgebaut sind, lässt sich nur über Umwege herausfinden. Zwar gibt es Links zum Wörterbuch Japanisch-Englisch - das auf Mausklick auch die einzelnen Einträge vorliest - sowie zu einem grammatischen Nachschlagewerk in dem Programm. Direkt begleitende Grammatiklektionen aber finden sich nicht.

Fehlende Features

Daneben fehlen auch die grundlegende Einführung in Wortbildung und Satzbau. Auch das beiliegende Handbuch zu Geografie, Geschichte, Kultur und Sprache - ebenfalls in Englisch - liefert nur ergänzendes Wissen. Zur Schulung der Grundfertigkeiten Lesen, Schreiben, Sprechen und Hören aber ist "Tell me More" durchaus geeignet. Zusätzlich gibt es zahlreiche Fotos und mehrere Videos zur Illustration. (APA)

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