Arafat versprach USA Beendigung von Waffenschmuggel

12. Februar 2002, 15:13
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USA begrüßen Arafats Einlenken - "Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden" offiziell aufgelöst

Washington/Beirut/Jerusalem - Die USA haben eine Stellungnahme von Palästinenser-Präsident Yasser Arafat zu der so genannten Waffenschiff-Affäre erhalten und als positiv bezeichnet. Der Inhalt des Arafat-Briefes werde weiter geprüft, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Richard Boucher. Nach Angaben aus Außenamtskreisen soll Arafat darin ein Ende des Waffenschmuggels und den Abbruch der Beziehungen zum Iran zugesagt haben. Boucher sagte, die US-Regierung sehe in dem Brief ein positives Signal. Arafat müsse auf seine Ankündigungen Taten folgen lassen.

Das US-Außenministerium hat die jüngsten Angriffe Israels auf palästinensische Einrichtungen als "kontraproduktiv" kritisiert. "Obwohl wir Verständnis dafür haben, dass Israel sich selbst verteidigen muss, sind wir äußerst beunruhigt über die israelischen Angriffe, besonders in Gebieten mit hoher Wohnbevölkerung", sagte Außenamtssprecher Boucher.

Die palästinensischen "Brigaden der Al-Aksa-Märtyrer" haben ihre Auflösung bekannt gegeben. Die Fatah-Bewegung Arafats habe einen entsprechenden Geheimbeschluss gefasst, erklärte die bewaffnete Organisation in Gaza. Führende Fatah-Mitglieder im Westjordanlands sagten hingegen, es gebe zwar Überlegungen zur Auflösung, doch sei noch keine Entscheidung getroffen worden.

Die israelische Armee hat den Palästinensern mit der langfristigen Besetzung großer Teile der autonomen Gebiete gedroht, falls Extremisten "auch nur eine weitere Kassam-2-Rakete" auf israelisches Gebiet schießen. In diesem Fall werde die Armee die gefährdeten Gebiete von den Palästinensern übernehmen, um weitere Angriffe zu verhindern, berichtete der Sender unter Berufung auf führende Armeekreise.(APA/dpa)

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