Grasser: Warnsignal notwendig

11. Februar 2002, 20:11
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Österreichischer Finanzminister spricht sich für "blauen Brief" an Deutschland aus

Wien - Österreich sei dafür, dass Deutschland den "blauen Brief" wegen "massiver wirtschaftlicher und finanzpolitischer Versäumnisse" seitens der EU erhalten soll, erklärte Finanzminister Karl-Heinz Grasser (F) Montag abend in der "Zeit im Bild". Es müsse ein "Warnsignal" geben, weil Deutschland beim Budgetdefizit "klar auf dem falschen Weg ist".

"Schaden für Europa"

Sollte Deutschland genügend Unterstützung bei den EU-Ländern erhalten, um den "blauen Brief" zu verhindern, würde ein "Schaden für Europa entstehen", so Grasser. Der "blaue Brief" solle ja sicher stellen, dass die Stabilität in Europa weiter gegeben sein könne und der "Euro auf Kurs bleibt, der ohnehin nicht von Härte geschlagen ist".

Grasser: "Österreich hätte man sicher den blauen Brief geschickt, hätten wir nicht vor zwei Jahren die Weichen gestellt und eine solide Finanzpolitik eingeleitet. Irland hat eine Verwarnung erhalten. Es geht um Gleichbehandlung." (APA)

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