Pro Tag 5.000 Anrufe bei OÖ. Gebietskrankenkasse

11. Februar 2002, 15:48
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"Unsere Mitarbeiter sind die Blitzableiter"

Linz - Die Ambulanzgebühr, die derzeit für das dritte Quartal 2001 vorgeschrieben wird, sorgt weiterhin für Unklarheiten und Ärger bei den Versicherten. Die oberösterreichische Gebietskrankenkasse gab am Montag in diesem Zusammenhang eine aktuelle Zahl bekannt: Die 65 eigens dafür abgestellten Hotline-Mitarbeiter bekommen insgesamt pro Tag bis zu 5.000 Anrufe.

Die Versicherten erkundigen sich vorerst, ob sie tatsächlich die Ambulanzgebühr bezahlen müssen, etwa wenn man sich in einem Akutfall an eine Spitalsambulanz gewandt hatte. Dazu Direktor Hans Popper von der OÖ. Gebietskrankenkasse: "In den meisten Fällen müssen wir den Anrufern sagen, dass es für sie keine Ausnahme gibt und dass sie auf Grund der gesetzlichen Regelungen die Gebühr zu entrichten haben".

Die Reaktion sei, so zeigt die Erfahrung, bei den Leuten massiver Ärger, den sie mangels anderer Möglichkeiten bei den Kassenangestellten abladen. "Unsere Mitarbeiter sind die Blitzableiter", so Popper.

Trotzdem bleibe die Hotline (0732-7807-1116) der OÖ. Gebietskrankenkasse aufrecht, man rechnet mit weiteren zahlreichen Anrufen. Insgesamt werden dieser Tage allein von der OÖ. Gebietskrankenkasse fast 114.000 Ambulanzgebühr-Vorschreibungen verschickt. Die zu bezahlende Gesamtsumme beläuft sich auf rund 2,7 Mill. Euro (37,2 Mill. S). (APA)

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