Norweger Saabye Christensen erhält Nordischen Literaturpreis

11. Februar 2002, 15:01
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Der Aurtor überzeugte mit dem Roman "Halbbruder", dessen Schauplatz die Filmfestspiele in Berlin sind

Reykjavik - Der Nordische Literaturpreis geht in diesem Jahr an den norwegischen Autor Lars Saabye Christensen. Wie die Jury des Nordischen Ministerrates am Montag in der isländischen Hauptstadt Reykjavik mitteilte, erhält der 48-jährige Autor die mit 350 000 dänischen Kronen (47.119 Euro/648.372 S) dotierte Auszeichnung für seinen letzten Roman "Halvbroren" (Halbbruder). Im letzten Jahr hatte mit Jan Kjärstad ebenfalls ein Norweger die angesehenste Literaturauszeichnung in Nordeuropa bekommen.

Schauplatz des Romans sind die Filmfestspiele in Berlin

Christensens 650 Seiten umfassender Roman spielt passagenweise in Berlin, wo ein norwegischer Drehbuchautor namens Barnum Nilsen während der Filmfestspiele von seinem Halbbruder Fred angegangen wird. Die Kritik in den skandinavischen Ländern hatte die teils realistische, teils fantastische Familiengeschichte einhellig als fesselnd und keineswegs zu lang gelobt. In deutscher Übersetzung sind von dem Osloer Autor bisher unter anderem die Bücher "Yesterday", "Der falsche Tote", "Der Alleinunterhalter" und "Der eifersüchtige Friseur und andere Helden" erschienen. (APA/dpa)

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