Die straffe Organisation des Klosters

11. Februar 2002, 14:39
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... und wie es die politische Verwaltung beeinflusste

Wien - Die bereits elfte Ausstellung im 1998 eröffneten Ausstellungsraum der Münze Österreich beleuchtet die politische, wirtschaftliche und kulturelle Bedeutsamkeit der "Klöster im Mittelalter" (12. 2. bis 28. 6.). Deren "straffe Organisation" stand Modell für die politische Verwaltung und wirkt bis in die Gegenwart, heißt es in der Ankündigung der Ausstellung. In rund 110 Exponaten sowie Schautafeln wird neben diesen historischen Betrachtungen auch ein Blick auf das Leben hinter den Klostermauern ermöglicht.

Die Ausstellung steht in Bezug zu einer Münzausgabe. Sie liefert die Hintergrundinformation zur allerersten Euro-Sonderprägung, der 50 Euro-Goldmünze "Orden und die Welt", die am 13. März erscheint. Im Mittelpunkt des in der Ausstellung gezeichneten Bildes vom Tagesablauf der Mönche, mit ihren Gebets-, Arbeits- und Studiumszeiten, stehen der heilige Benedikt und seine Schwester, die heilige Scholastika. Besondere Erwähnung unter den Orden finden die Benediktiner, Zisterzienser, Augustiner Chorherren und die Kartäuser.

Zur authentischen Darstellung des Themas tragen zahlreiche Kulturinstitutionen - darunter viele Klöster - mit Leihgaben bei. Das Stift Klosterneuburg steuert das älteste in Österreich bekannte Osterspiel aus dem 13. Jahrhundert bei. Weiters zu sehen sind Ausgrabungen aus dem Kloster Altenburg sowie Exponate aus der Papyrussammlung der Österreichischen Nationalbibliothek. Unter den Ausstellungsstücken mangelt es auch nicht an Kuriosa. So ist ein Schreiben des (wohl wütenden) Klostervorstands Kolluthos dem 6. Jahrhundert zu sehen, in dem dieser dem Klosterdiakon Phoibammon schrieb: "Du hältst mich vollends für ein Stück Vieh". Der Katalog zur Ausstellung ist ebenso wie der Eintritt gratis. (APA)

"Klöster im Mittelalter" in der Münze Österreich

Am Heumarkt 1, vom 12. 2. bis 28. 6., Mo-Fr 9 bis 16 Uhr, Mi bis 18 Uhr.

Info unter Tel. (01) 717 15 355
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