Australien wird wieder in die Malaria-Zone rutschen

11. Februar 2002, 14:12
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Neue Studie sieht Vormarsch tropischer Epidemien in Folge des Klimawandels

Canberra - Vor der Rückkehr der Malaria nach Australien haben Wissenschafter in einer neuen Studie gewarnt. Als Folge der globalen Erwärmung könnte sich die Malaria auch wieder in Australien verbreiten, erklärte der Verband der australischen Wissenschafts- und Technologiegesellschaften (FASTS) in seinem am Montag veröffentlichten Bericht. Das australische Festland gilt seit den sechziger Jahren als malariafrei.

Auch weitere von Parasiten übertragene Krankheiten seien auf dem Vormarsch oder zumindest noch lange nicht unter Kontrolle, heißt es in der Studie. Als ein Beispiel führen die Wissenschaftler das Ross-River-Fieber an, das ebenso wie Malaria von Moskitos übertragen wird. Jährlich infizieren sich damit in Australien bis zu 5.000 Personen. Zudem würden immer weniger Spezialisten für solche Krankheiten ausgebildet, kritisiert der Bericht.(APA/AP)

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