Frühstart von Kiebitz und Hasel

14. Februar 2002, 11:10
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Warmes Wetter weckt die Pollenallergien - Abkühlung gibt es ab Donnerstag

Wien/Eisenstadt - Treffen einander zwei Vögel, sagt der eine "Kie-witt", meint der andere "Kuju". Was das heißt? Keine Ahnung, aber allein dass sich die Wege von Kiebitz und Blässgans kreuzen, ist bemerkenswert. Schuld daran sind die frühlingshaften Temperaturen. Wintergast Blässgans ist noch, Zugvogel Kiebitz schon da - zumindest im burgenländischen Seewinkel. Normalerweise hält es Kiebitze zwei bis drei Wochen länger im Mittelmeerraum.

Aber auch die Flora ist dem milden Wetter bereits auf den Leim gegangen. Hasel und Erle sind frühzeitig erblüht, Pollen wiederum plagen Allergiker. Laut Rotem Kreuz ist jeder Vierte in Österreich betroffen, in schlimmen Fällen drohen Asthmaanfälle. Mit der Heuschnupfensaison ist erst im September wieder Sense. Antiallergische Durchhaltetipps:

  • An Tagen mit starker Belastung zu Hause bleiben.
  • Im Freien Sonnenbrillen zum Schutz der Augen tragen.
  • Bei geschlossenem Fenster schlafen.
  • Zur Hauptblütezeit ans Meer oder ins Gebirge, wo die Pollenbelastung geringer ist.

    Klimaexperten lässt die Wärme - in Wien wurden Dienstag bei starken Sturmböen 16 Grad Celsius gemessen - allerdings kalt. Den bisher wärmsten Februartag mit 20 Grad gab es am 23. Februar 1903. Kühler soll es ab Donnerstag werden, die Schneefallgrenze sinkt laut Prognose auf 500 Meter. (simo/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 13.2.2002)

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