Bilanz: XP Zwangsaktivierung kein Hindernis für Raubkopierer

11. Februar 2002, 12:24
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Office XP längst geknackt - Windows XP mit Hindernissen

Seit im vergangenen Sommer das Office-Paket XP und wenig später das Betriebssystem Windows XP erschienen sind, kämpft Microsoft aktiv gegen Software-Piraterie: Die Programm-Pakete Windows XP und Office XP lassen sich pro Lizenz nur noch auf einem PC installieren. Grund ist die sogenannte Produktaktivierung, welche die Software erst nach telefonischer oder digitaler Code-Vermittlung freischaltet. Anreiz genug für die Hackerszene, den Microsoft-Plan zu torpedieren. Die Computerzeitschrift PC-Welt zieht Bilanz:

Schnellgeknackt

Für Office XP hat Microsoft vergleichsweise wenig Aufwand getrieben, das Software-Paket wurde schnell geknackt. Wie erfolgreiche Cracks belegen, kamen die Hacker mit einem Patch der Datei MSO.DLL ans Ziel – diese DLL ist nicht gegen Veränderungen geschützt, wenn kein Office-Programm gestartet ist.

Erstaunlich resistent

Anders sieht es beim Betriebssystem Windows XP aus: Obwohl die für den Aktivierungszwang hauptverantwortlichen Dateien längst bekannt sind, erweisen sie sich bislang als erstaunlich resistent, urteilt die Zeitschrift. Als Ausweg nutzen Hacker derzeit Microsoft's Systemdateien aus sogenannten Volumenlizenzen. Für diese legalen Mehrfachlizenzen (ab fünf PCs) hat der Hersteller spezielle "Corporate Files" programmiert, die keinerlei Produktaktivierung erfordern. Diese aktivierungsfreien Dateien der Volumenlizenzen werden inzwischen inklusive Installationsanweisung im Internet feilgeboten. Die PC-Welt kann die Funktionstüchtigkeit dieser Crack-Methode bestätigen.(red)

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