Pläne für Anschläge auf US-Botschaften aufgedeckt

11. Februar 2002, 10:33
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Geheimes Dokument auf Java gefunden

Singapur/Jakarta - Die indonesischen Behörden haben nach Informationen der in Singapur erscheinenden Zeitung "Straits Times" Pläne islamistischer Extremisten für Anschläge auf die US-Botschaften in Indonesien, Singapur und Malaysia aufgedeckt. Die Sprengstoffanschläge sollten am 4. Dezember von je drei Mann starken Gruppen verübt werden, berichtete die Zeitung am Montag. Dies gehe aus einem Dokument indonesischer Behörden mit dem Titel "Jihad-Operationen in Asien" hervor, dass der Zeitung vorliege.

Das 15-Seiten-Dokument sei im Oktober auf der indonesischen Insel Java gefunden worden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf indonesische Geheimdienstkreise. Es sei in den Sprachen Arabisch und Bahasa Indonesia verfasst. Sowohl der Geheimdienst als auch die Polizei Indonesiens wollten den Bericht nicht kommentieren.

Die Behörden in Indonesien, Malaysia und Singapur haben seit Dezember Dutzende von mutmaßlichen islamistischen Extremisten festgenommen. In Singapur wurden 13 Personen inhaftiert, denen die Behörden vorwerfen, Anschläge unter anderem auf US-Einrichtungen geplant zu haben. Die Regierungen der drei südostasiatischen Länder gehen davon aus, dass sich die Führung der festgenommenen Islamisten in Indonesien befindet und in Verbindung zur Organisation von Osama bin Laden steht. Die USA halten Bin Laden und dessen El Kaida für die Drahtzieher der Anschläge vom 11. September. (APA/Reuters)

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