Arafat gelobt: Kein Waffenschmuggel mehr

10. Februar 2002, 21:29
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Brief an US-Außenminister Powell: Keine militärischen Beziehungen zum Iran

Jerusalem - Weder die Palästinensische Befreiungsorganisation PLO noch die Palästinenser-Regierung würden künftig Waffen schmuggeln. Dies hat Palästinenserpräsident Yasser Arafat nach Angaben aus Kreisen der Palästinenser-Regierung in einem Brief an US-Außenminister Colin Powell versichert. Arafat habe in dem Brief zudem bekräftigt, dass die Palästinenser-Regierung keine militärischen Beziehungen zum Iran unterhalte und diese auch nicht anstrebe. Im Jänner hatte Israel ein mit Waffen und Sprensgtoff beladenes Schiff im Roten Meer aufgebracht. Die Waffen stammen angeblich aus dem Iran und sollen für die Palästinenser-Regierung bestimmt gewesen sein.

Arafats Berater Nabil Abu Rudeina hat unterdessen den Angriff israelischer Kampfflugzeuge auf eine Stellung der palästinensischen Sicherheitskräfte in Gaza verurteilt. Er warf Sharon vor, den Friedensprozess sabotieren zu wollen. "Wir rufen die USA auf, die israelische Aggression schnell zu stoppen", sagte Rudeina. Andernfalls werde eine "große Explosion der Gewalt" folgen. Nach Angaben der palästinensischen Sicherheitsbehörde gab es beim Angriff 22 Verletzte.

Beim Attentat militanter Palästinenser auf ein Armeekommando in Bersheba sind nach israelischen Polizeiangaben zwei Personen getötet und bis zu 18 verletzt worden. Die Attentäter seien anschließend von Soldaten getötet worden. (APA/Reuters)

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