Der Streit um des Kanzlers Haar

10. Februar 2002, 20:13
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Berlin - Bei seiner dunklen Haarpracht versteht der deutsche Bundeskanzler keinen Spaß, schon gar nicht in Wahlkampfzeiten. Die Nachrichtenagentur ddp musste kürzlich richtig stellen: "Bundeskanzler Gerhard Schröder legt Wert auf die Feststellung, dass seine Haare weder gefärbt noch getönt sind." Auch die Illustrierte Gala hatte zuvor berichtet, dass sich der 57-Jährige das Haar töne. Schröder will nun eine einstweilige Verfügung mit einer Vertragsstrafe von 10.000 Euro (137.603 S) erwirken. Gala ließ jedoch die Frist zur Abgabe einer Unterlassungserklärung verstreichen, sodass die haarige Sache wohl vor Gericht geklärt werden muss.

Die Drohung wirkt offenbar: Der Spiegel schreibt jetzt, Wolfgang Schüssel müsse sich die Frage gefallen lassen, ob er sich die Haare töne. Und mit Bezug auf die ddp-Meldung: "Beim deutschen Amtsbruder ist die Sache ein für alle Mal geklärt." (DER STANDARD, Printausgabe, 11.2.2002, afs)

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