Zeuge wirft kroatischem General Norac Kriegsverbrechen vor

10. Februar 2002, 12:28
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Soll eigenhändig eine gefangene Serbin erschossen haben

Zagreb - Im Prozess gegen den kroatischen General Mirko Norac wegen Kriegsverbrechen hat ein Zeuge den Angeklagten beschuldigt, im Oktober 1991 eigenhändig eine gefangene Serbin erschossen zu haben. Das berichtete die Zagreber Zeitung "Jutarnji list" am Sonntag. Norac habe anschließend seinen Soldaten befohlen, auf andere festgenommene Zivilisten zu schießen. Dabei seien mindestens ein Dutzend Serben getötet worden, habe der Zeuge bei dem Prozess im kroatischen Rijeka weiter ausgesagt. Das Verbrechen habe sich in Gospic, 200 Kilometer südlich von Zagreb ereignet.

Norac ist wegen dieser Verbrechen auch vom UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag angeklagt, das den kroatischen Justizbehörden erlaubt hat, den Prozess selbst zu führen. Sollte die Anklage nachgewiesen werden, drohen dem General 20 Jahre Haft. Gegen seine Festnahme vor einem Jahr hatten zehntausende kroatische Kriegsveteranen demonstriert.(APA/dpa)

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    General Norac

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