Atommüll-Deponie durch Anrainer blockiert

10. Februar 2002, 11:48
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In sibirischem Lager werden ausländische Abfälle gebunkert

Moskau - Rund 500 Anwohner haben am Samstag in Sibirien die Zufahrt zu einer Deponie für importierten Atommüll blockiert. Die Demonstranten versammelten sich an den Eisenbahngleisen, die zu dem Lager in der Region Krasnojarsk führen, wie die Umweltschutzorganisation Greenpeace am Sonntag mitteilte. "Sibirien gehört den Menschen und nicht dem Atommüll", riefen die Teilnehmer der Blockadeaktion. Greenpeace forderte in der Erklärung eine stärkere staatliche und öffentliche Kontrolle der Atomenergiebehörde.

Im vergangenen Jahr hatte die Lagerung von 40 Tonnen radioaktiver Abfälle aus Bulgarien in dem Lager in Krasnojarsk heftige Proteste ausgelöst. 40.000 Menschen unterschrieben eine Petition gegen die Einfuhr von Atommüll. 2001 hatte das russische Parlament ein umstrittenes Gesetz verabschiedet, wonach das Land bis zu 20.000 Tonnen atomare Abfälle importieren darf. (APA)

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