Genf: Beratungen über kongolesischen Konflikt beendet

10. Februar 2002, 14:46
posten

Einwöchige Geheim-Verhandlungen ohne konkretes Ergebnis

Genf - Einwöchige Geheim-Verhandlungen zwischen den kongolesischen Bürgerkriegsparteien über eine friedliche Beilegung des seit Jahren schwelenden Konflikts sind in Genf ohne konkretes Ergebnis geblieben. Das bestätigten Verhandlungskreise am Sonntag. Teilgenommen hatte Vertreter der Regierung in Kinshasa und der kongolesischen Rebellen-Organisationen.

Während Vertreter der von Ruanda unterstützten Rebellengruppe "Kongolesische Versammlung für Demokratie" (RCD) von einem "völligen Misserfolg" der seit Montag hinter verschlossenen Türen geführten sprachen, werteten Vertreter der Vereinten Nationen die Gespräche positiver. Es habe sich ein Klima des Vertrauens abgezeichnet. Der Wille für Kompromisse sei vorhanden.

Genf war die dritte Etappe eines Prozesses, der in New York begonnen hatte und in Abuja (Nigeria) fortgesetzt wurde. Ziel war es, die kriegsführenden Parteien an einen Tisch zu bringen, um ihre Standpunkte auszutauschen. Am 25. Februar soll in Sun City in Südafrika der innerkongolesische Dialog offiziell eröffnet werden. Er ist ein Kernstück des 1999 in Lusaka geschlossenen Friedensvertrags für Kongo. Dort bekämpfen seit August 1998 Rebellen die Regierung in Kinshasa. Sie werden von Uganda und Ruanda unterstützt. (APA/dpa)

Share if you care.