Gewaltsame Zusammenstöße im Westjordanland

9. Februar 2002, 19:59
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Arafat kündigt Fortsetzung des Widerstandes an

Jerusalem - Israelische Soldaten und palästinensische Jugendliche haben sich am Samstag im Westjordanland erneut gewaltsame Auseinandersetzungen geliefert. Die Soldaten durchsuchten in Tamun mehrere Häuser, die Jugendlichen warfen Steine. Zwei Palästinenser wurden verletzt, einer von ihnen schwer.

Der palästinensische Präsident Yasser Arafat erklärte in Ramallah, die Palästinenser würden in ihrem Kampf gegen die israelische Besatzung nicht nachlassen. "Die wiederholte israelische Eskalation gegen die Palästinenser wird nur den Willen zur Fortsetzung des Kampfes stärken", erklärte Arafat, der seit Monaten in Ramallah faktisch unter Hausarrest steht.

Nach israelischen Angaben wurden in Tamun 15 Personen vorübergehend festgenommen und befragt und später wieder freigelassen. Der Bürgermeister der Ortschaft, Baschar Bani Odeh, sagte dagegen, es seien 20 Palästinenser verhaftet worden. Zudem hätten die Soldaten israelische Flaggen auf den Dächern der durchsuchten Häuser gehisst.

Israelische Panzer waren bereits am Freitag in die autonome Ortschaft im Westjordanland eingerückt. Nach Angaben der Armee wurde nach palästinensischen Extremisten gesucht, die im Verbindung mit der Tötung von zwei israelischen Siedlern und einem Soldaten stünden. (APA/AP/Reuters)

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