"Hungrige Roboter" sollen für Evolution bei künstlicher Intelligenz sorgen

9. Februar 2002, 16:03
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Britische Forscher testen neurale Netze auf Überlebensinstinkte wie etwa Hunger und lassen "Raubtier-Roboter" auf "Pflanzenfresser" los

In Rotherham, im Norden Englands, planen Forscher derzeit ein "Roboter-Land". Dort wollen die Wissenschaftler neue Erkenntnisse über neurale Netze, also über Computerschaltkreise, die die Funktion des menschlichen Gehirns nachempfinden, gewinnen. Zu diesm Zweck werden Roboter nur mit den allernotwendigsten Überlebensinstinkten programmiert und müssen dann "überleben".

Fleischfresser jagen Vegetarier

Ein zentraler Punkt der Überlegungen ist der Hunger, in diesem Fall der Hunger nach Energie. So werden die "Beuteroboter" mit Solarzellen ausgestattet und können ihre Überlebensenergie an künstlichen Energiequellen, wie etwa Lichtbäumen, aufladen. Auf der anderen Seite werden die Jäger in dem Versuchsgelände ausgesetzt. Diese können nur dann erfolgreich überleben wenn sie den Beuterobotern deren Energie entziehen. Diese können die Jäger dann in ihren Kondensatoren, sie werden über keinerlei Solarzellen verfügen, speichern. Die beiden Gruppen können einander anhand von Infrarot-Signalen erkennen und unterscheiden.

Symbiose auch bei Robotern?

Nur wenn beide Gruppen eine Art von Symbiose bilden werden sie überleben können, so der Ansatz der Forscher. Sollte der Plan der Wissenschaftler aufgehen, so wäre eine Herdenbildung - ähnlich wie im Tierreich - zu erwarten. Die Roboter müssten gemeinsam jagen aber sich auch gemeinsam verteidigen. Wenn das Konzept erfolgreich ist, wäre ein großer Schritt in Richtung künstlicher Intelligenz und dem einsatz von teamfähigen Robotern getan. Ab 27. März wird das Roboterland der Firma Magna online zu finden sein.(red)

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Magna

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