USA und Israel wollen Marshall- Plan für Palästinenser

9. Februar 2002, 13:56
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Kommission soll Umsetzbarkeit des Hilfsplans prüfen

Jerusalem - Die USA und Israel wollen die Not leidende palästinensische Bevölkerung mit internationaler Hilfe unterstützen. Der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon habe sich mit US-Präsident George W. Bush auf die Bildung einer gemeinsamen Kommission geeinigt, berichtete am Samstag der israelische Rundfunk. Sharon habe zunächst die Aufhebung der Militärblockade für befriedete Regionen in den Autonomiegebieten in Aussicht gestellt. Anschließend solle der Bevölkerung in den entsprechenden Regionen eine Art "Marshall-Plan" zugute kommen, hieß es weiter. Die auf mehrere Jahre angelegte Hilfe solle aus internationalen privaten Mitteln finanziert werden. Die gemeinsame Kommission soll dem Bericht zufolge die Umsetzbarkeit des Hilfsplans prüfen.

Bush hatte sich bei seinem Treffen mit Sharon in Washington "besorgt" gezeigt über Hunger leidende Palästinenser. Die Not der "nicht in Terrorismus verwickelten Bevölkerung" müsse gelindert werden, sagte der US-Präsident. Im US-Haushaltsplan seien 300 Millionen Dollar (343 Millionen Euro ) für die Palästinenser vorgesehen. Das Geld soll Bush zufolge durch regierungsunabhängige Organisationen verteilt werden. (APA)

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