Kür der besten Arbeitgeber

14. Februar 2002, 13:29
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Der überwiegende Teil der Wissensarbeiter verbringt meist mehr Zeit am Arbeitsplatz als mit der eigenen Familie. Der Standard startet im März gemeinsam mit Hewitt Associates die Suche nach den besten Arbeitgebern in Österreich.

"Wenn ich Finanzanalysten treffe, sage ich ihnen immer, dass einer der Gründe für unseren Erfolg unsere sehr spezielle Beziehung zu unseren Mitarbeitern ist", äußert sich Lindsay Owens-Jones, CEO von L'Oréal. Nachsatz: "Aber das wollen sie nicht hören, sie sind nur an Unternehmenszahlen interessiert."

Jorma Ollila, jener Nokia-CEO, der aus dem ehemaligen Gummistiefel-Hersteller den weltweiten Handy-Marktführer machte, antwortete einmal auf die Frage nach seinem Erfolgsrezept: "Keine Ahnung. Vielleicht, weil wir Arbeitsplätze bieten, an denen gelacht werden darf."

Darf Arbeit Spass machen?

Und in:site, das Mitarbeiter-Magazin der Generali-Versicherung stellt auf dem Cover die Frage "Darf Arbeit Spaß machen?". Die Antwort findet sich in den Unternehmensleitlinien wieder: "Die persönliche Anerkennung der Leistungen sowie Freude und Spaß an der Arbeit sind wesentliche Voraussetzungen für Höchstleistungen."

Krankenstände als Wohlfühlfaktor

Was so manchen Unternehmenskapitän in Zeiten der Rezession, in denen das Angebot an Arbeitskräften größer ist als die Nachfrage, unnötiger Luxus dünkt, rechnet sich aber betriebswirtschaftlich: "Wenn ich mir die Krankenstände eines Jahres in einem Unternehmen ansehe, kann ich daran ablesen, ob sich die MitarbeiterInnen im Unternehmen wohl fühlen", konstatiert der Psychiater Max Friedrich.

Werte: Gesundheit, Familie, Arbeitsplatz

Neben Gesundheit und Familie zählt im Informationszeitalter der Arbeitsplatz zu den wichtigsten Werten. Als Ort der Wertschöpfung ist er wettbewerbsentscheidend: für die Zukunft jedes einzelnen Arbeitnehmers, für die Zukunft von Branchen und Standorten.

Familienfreundlichkeit

Das US-Wirtschaftsmagazin Fortune kürt alljährlich die besten 100 Arbeitgeber jenseits des großen Teichs. Nach einer Befragung von Finanzanalysten, Hochschulprofessoren, Unternehmensberatern und nach der Auswertung von Studien europäischer Universitäten und Einzelinterviews mit Arbeitnehmern und Managern rankte Fortune in seiner jüngsten Ausgabe erstmals auch die zehn besten Arbeitgeber Europas. Diesseits wie jenseits des Atlantiks gilt als wichtigstes Arbeitsplatz-Bewertungskriterium die Familienfreundlichkeit.

Die Wellness-Faktoren die Europas zehn beste Arbeitgeber ihren Mitarbeitern bieten, umfassen darüber hinaus hohe ethische Standards, familiäres Betriebsklima und gute Aufstiegsmöglichkeiten.

Suche nach Österreichs besten Arbeitgebern

Im März startet die Unternehmensberatung Hewitt Associates in Kooperation mit DER STANDARD die Suche nach Österreichs besten Arbeitgebern. Die Studie sieht Mitarbeiterbefragungen und HR-Audits vor. Die Fragebögen werden anschließend empirisch ausgewertet. Die Ergebnisse werden im Oktober 2002 vorliegen.

Schreiben Sie uns, was Arbeitgeber attraktiv macht.
Die Verfasser der zehn interessantesten Beiträge erhalten Eintrittskarten zur STANDARD- KARRIEREN-Gala im Frühjahr. (der Standard, Print-Ausgabe, zug)

DER STANDARD
Redaktion Karriere
Kennwort: Österreichs beste Arbeitgeber
Herrengasse 19-21
1010 Wien

Email:Redaktion Karriere


Weitere Informationen erhalten Sie bei Andrea Bauer, Hewitt Associates, Tel.: (01) 712 99 81 41 oder andrea.bauer@hewitt.com

www.fortune.com/lists/
bestcompanies/tengreat.html


was.hewitt.com/hewitt/
worldwide/europe/articles/index.htm

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