"Neuer" Kunstpreis für Frauen - Selbst organisiertes Kulturinstitut Nantes

8. Februar 2002, 19:29
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Wien - Andrea Wolfmayr, Kultursprecherin der VP, kündigte am Freitag im Rahmen einer Pressekonferenz über die "positive Bilanz" der Kulturpolitik ihrer Partei die Vergabe eines Kunstpreises für Frauen an, der am 19. März überreicht werde: Künstlerinnen aus sechs Sparten sollen je 2000 Euro (27.520 Schilling) erhalten. "Sehr befremdlich" findet das die ehemalige Frauenministerin Barbara Prammer (SP), die 1999 einen "Frauen-Kunst-Preis" initiierte, der, dotiert mit einer Million Schilling, nur einmal verliehen werden konnte: "Die neue Regierung hat den Preis abgeschafft - und nun führt sie in wieder ein." Laut Prammer hätte die VP den Kunstpreis am 8. März, dem Frauentag, im Parlament überreichen wollen. Doch die SP hätte dies abgelehnt. Zudem findet Prammer die Preissumme aufgrund der Aufteilung als zu gering. (dek)


Selbst organisiertes Kulturinstitut Nantes

- Robert Fleck, Direktor der Kunsthochschule von Nantes, gründete zusammen mit Künstlern, Wissenschaftern und Intellektuellen das selbst organisierte Institut pour la Culture autrichienne (Institut für die österreichische Kultur, kurz ICA). Der Kunsttheoretiker begründet den Schritt mit der Schließung des Kulturinstituts in Paris durch die österreichische Bundesregierung. Fleck sitzt dem Verein vor, als Vizepräsident fungiert Jacques Le Rider, Exdirektor des französischen Kulturinstituts in Paris. Gründungsmitglieder sind u. a. Elfriede Jelinek, Cathrin Pichler, Peter Weibel, Anton Pelinka und Franz Koglmann. Der Verein hat seinen Sitz in Nantes, der Mitgliedsbeitrag beträgt 20 Euro (275 Schilling). Infos unter www.autricheculture.org (trenk)

(DER STANDARD, Print, Sa./So., 9.02.2002)

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