Berlin: "EZB-Chef ist Sache Frankreichs"

8. Februar 2002, 23:43
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Trichet-Unterstützung offen

Berlin - Deutschland betrachtet die Nachfolge von EZB-Präsident Wim Duisenberg als Sache Frankreichs. Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye sagte am Freitag in Berlin, bei Amtsantritt Duisenbergs 1998 habe der Europäische Rat vereinbart, dass der nächste EZB-Präsident ein Franzose sein werde. "Es ist also Sache der französischen Regierung, einen entsprechenden Kandidaten zu benennen", sagte er.

Zur Frage, ob die Bundesregierung Frankreichs Notenbankchef Jean-Claude Trichet als Kandidaten unterstützen würde, sagte Heye, es gebe noch keinen offiziellen französischen Kandidaten. Die Beschlusslage sei aber, dass ein Franzose Duisenberg-Nachfolger werde. "Das ist die Beschlusslage des Rates, deshalb wird das wohl auch so vollzogen werden." Duisenberg will im Sommer 2003 von seinem Posten zurücktreten. (red, DER STANDARD, Printausgabe 9.2.2002)

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