Expressdienst DHL will schneller werden

8. Februar 2002, 17:40
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Österreich Geschäftsführer Rainer Schwarz will Wettbewerbsdruck erhöhen - Intensivere Kooperation mit Deutscher Post

Wien - Der Luftexpress-Spezialist DHL will in Österreich nun auch am Boden Muskeln zeigen. "Wir werden das Netzwerk unseres Mehrheitsgesellschafters Deutsche Post stärker nützen als bisher und bei Ausschreibungen auch gemeinsam auftreten", sagte der neue Geschäftsführer von DHL Österreich, Rainer Schwarz, dem Standard.

Schwarz (41) hat Anfang Februar die Nachfolge des langjährigen DHL-Chefs Frank Zanger angetreten, der an die Spitze der Schweizer Landesgesellschaft gewechselt ist. Unter Zanger hat DHL im Expressbereich seine Nummer-eins-Position in Österreich gefestigt. Neben der Deutschen Post, die 51 Prozent der DHL- Anteile besitzt, ist unter anderem auch die Luftansa an dem Expressdienstleister beteiligt.

Verstärkte Kooperation mit Deutscher Post

Ziel von Schwarz ist es nun, "den Marktanteil von DHL in Österreich von derzeit rund 38 Prozent weiter auszubauen." Gelingen soll dies nicht zuletzt durch verstärkte Kooperation mit den Pakettöchtern der Deutschen Post, quickstep und trans-o-flex. Damit könnte sich auch die Zustellgeschwindigkeit in bisher weniger gut abgedeckten Regionen erhöhen. Der DHL-Chef geht davon aus, dass das Unternehmen damit der österreichischen Post sowie anderen Expressdienstleistern weitere Kunden abspenstig machen kann.

One-Stop-Shops

Mit der Errichtung eines so genannten One-Stop-Shops will DHL den Wettbewerbsdruck in der Branche weiter erhöhen. "Über unseren Kernbereich Luftexpress hinaus werden wir komplette Logistiklösungen anbieten, und das alles aus einer Hand", sagte Schwarz. Derzeit ist DHL dabei, mit den Partnerunternehmen eine gemeinsame Datenplattform zu errichten, in die sich später auch die Kunden einklinken sollen. Gestartet wird damit Ende März. Im Visier hat Schwarz zunächst Großkunden, in weiterer Folge auch klein- und mittelgroße Unternehmen.

DHL hat in Österreich zehn Standorte und beschäftigt 410 Mitarbeiter. (Günther Strobl, DER STANDARD, Printausgabe 9.2.2002)

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