Springer rechnet nicht mehr mit Kirch-Klage

8. Februar 2002, 16:09
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Vermutung in informierten Kreisen - Klagsdrohung möglicherweise "verhandlungstaktisches Manöver"

Der Axel Springer Verlag rechnet nicht mehr mit einer Klage von Kirch wegen der ausgeübten Put-Option des 11,5-prozentigen Anteils von Springer an der Kirch-Senderfamilie ProSiebenSAT1 Media AG. Die Feststellungsklage sei immer noch nicht bei Springer eingegangen, sagten informierte Kreise am Freitag zu vwd. Man rechne allmählich auch nicht mehr damit.

Es sei wohl ein verhandlungstaktisches Manöver gewesen. Die Verhandlungen zwischen dem Hamburger Verlagshaus und Kirch über die Put-Option würden fortgesetzt. Springer werde die gesetzte Frist von 90 Tagen, das heißt bis Ende April, nicht verlängern.

Es werde weiterhin mit Kirch über eine Lösung verhandelt. Denkbar seien verschiedene Möglichkeiten, darunter auch ein Modell, das Cash und Beteiligung in Komination versieht. Cash ist den Kreisen zufolge Springer allerdings am liebsten. Das Hamburger Verlagshaus werde die 770 Mill. Euro (10,6 Mrd. S) in vollem Umfange zurückhaben wollen, hieß es in den Kreisen weiter. (APA/vwd)

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