Selbstzerstörende DVDs als der Weisheit letzter Schluss

8. Februar 2002, 21:39
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US-Unternehmen propagiert "No Return Rental" - Datenträger nach zwei bis drei Tagen unlesbar

Hinter dem US Patent Nr. 6,338,933 der Firma SpectraDisc mit dem Namen "Methods and Apparatus for Rendering an Optically Encoded Medium Unreadable" soll sich eine Revolution für die DVD-Branche verstecken. Das Unternehmen, bekannt schon durch seine selbstzerstörenden CDs, will nun auch DVDs zum Harakiri verleiten können. Vor allem im Bereich der DVD-Ausleihe sollen sich dadurch neue Wege eröffnen.

Die selbstzerstörenden DVDs

Neben der Firma SpectrDisc arbeitet angeblich auch Flexplay an einem Selbstzerstörungsmechanismus der Datenträger. Die Grundidee ist jedoch dieselbe. Ein Konsument kauft beziehungsweise leiht sich eine DVD bei einer Videothek oder ordert diese über das Internet. Solange die DVD in der versiegelten Original-Verpackung ist, soll nichts geschehen. Aber sobald diese geöffnet wird, setzt der Verfallsprozess ein.

Unterschiedliche Haltbarkeit

Während SpectraDisc von einer Haltbarkeit von zwei bis drei Tagen nach dem Öffnen der Originalverpackung spricht, will Flexplay den Selbstzerstörungsmechanismus der DVD durch die unterschiedliche Stärke der Beschichtung exakt einstellen können. Laut angaben des Unternehmens sind angeblich Zeitspannen zwischen einigen Minuten und mehreren Wochen möglich.

Auf allen Playern abspielbar

Beide Hersteller gehen davon aus, dass ihre Produkte auf allen gängigen DVD-Player abspielbar seien. Flexplay möchte diesen "Meilenstein im Kampf gegen die DVD-Piraterie" und als "Revolution der DVD-Leihe" als "No Return Rental" markenrechtlich schützen lassen und exklusiv vermarkten. (red)

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